Chiang Mai Songkran

„Songkran“ – Das verrückte Wasserfest in Thailand!

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Einmal im Jahr, im April, geht’s in Thailand drunter und drüber. An diesem speziellen Tag bleibt keiner Trocken, denn überall stehen sie: Leute, die mit Wasser spritzen. Aus Eimern, mit dem Gartenschlauch, mit Wasserpistolen und und und. Ich war zum Wasserfest in Chiang Mai und konnte den verrückten Brauch hautnah und nass miterleben!

Bei 40 Grad mit Wasser übergossen zu werden ist ja erstmal in Ordnung, oder? Nur, bei „ein bisschen Wasser“ bleibt es da nicht! Wenn einmal im Jahr die Thais das Songkran Fest feiern, bleibt keiner trocken. Denn dann stehen sie an Kreuzungen, vor Restaurants, auf den Straßen und vor den Wohnungen und sind bewaffnet mit so viel Wasser wie es eben geht! Und warum? Um einen nass zu spritzen!

Das Songkran Fest ist das thailändische Neujahrsfest und mit dem übergießen (von normalerweise Buddha-Figuren oder nur den Händen) mit Wasser, soll das alte, schlechte weggewaschen werden, damit man gut in das neue Jahr starten kann.

Mittlerweile haben sich diese dazugehörigen rituellen Waschungen zu einem regelrechten Hype entwickelt und das einst so andächtige Songkran ist zu einem großen Act geworden, dem du auch als Tourist nicht auskommst, solltest du zu dieser Zeit (immer zwischen dem 13. bis 15. April) irgendwo in Thailand sein!

12. April – Der Tag vor Songkran

Seit dem 12. April sieht man sie überall: Kinder, Jugendliche und Erwachene. Am Straßenrand stehend, bewaffnet mit Eimern voll Wasser, Gartenschläuchen, Spritzpistolen und Pump-Guns. Wartend, voller Vorfreude auf Spaziergänger, Rollerfahrer und andere Wasserbewaffnete. Warum? Um sie nass zu machen! Genau. So richtig nass! Und das alles wegen dem aktuell stattfindendem Songkran-Fest.

Songkran ist das Wasserfest der Thais, das zum traditionellen Neujahrsfest nach dem thailändischen Mondkalender gefeiert wird. Es findet vom 13. bis 15. April statt. Normalerweise wird dabei traditionell den älteren Personen respektvoll Wasser über die Hände geschüttet. Wohnungen und Häuser werden gereinigt, um gut ins neue Jahr zu starten und generell geht es eigentlich sehr andächtig zu. Früher. Denn bei der jüngeren Generation artet es mittlerweile eher zu einer Wasserschlacht aus und die Orte befinden sich während dieser Zeit in einer ausgelassenen Wasserschlacht-Stimmung!

Wir waren am 12. April per Roller in der City unterwegs. Geld tauschen, Essen gehen, wieder heim fahren. Eigentlich ein unkompliziertes Unterfangen. Aber: Es wurde bereits gespritzt, was das Zeug hält! Auch wir waren plötzlich mittendrin, nass, lachend und mit ein bisschen bedenken, ob unsere Handys dieses Wasserspiel unbeschadet überstehen würden, bis wir wieder daheim wären. Vorbereitet waren wir dafür nämlich gar nicht. Null Komma Null.

Auf dem Heimweg haben wir versucht, hinter bzw. neben Autos zu fahren und wenn möglich rote Ampeln zu umgehen. Das hätte sonst nämlich eine ganz schön nasse Angelegenheit werden können. Glücklicherweise verlagerte sich gegen Abend alles in Richtung alte City. Und da wir doch etwas außerhalb wohnen, hatten wir Glück und sind nicht völlig durchnässt zu Hause angekommen.

13. April – Songkran 1. Tag

Auf unserer eigentlich sehr ruhigen Straße vor dem Wohngebäude, in dem wir wohnen, war gleich von morgens an ganz schön was los! Kinder stehen mit Eimern und Gartenschläuchen bewaffnet am Straßenrand und warten darauf, dass Leute und Rollerfahrer vorbei kommen. Ein ganz schönes Gewusel hier. Zwischendrin hört man belustigte Schreie und Wasserplatscher – Wasser, dass die Leute aus den höhergelegenen Wohnungen auf mehr oder minder ahnungslose Passanten auf der Straße runterschütten!

Von der Hauptstraße her hören wir regelmäßig Werbebotschaften für Songkran. Auf Thai. Um was es da geht wissen wir leider nicht.

Pickups sind vorbei gefahren. Hinten auf der Ladefläche lauter Leute drauf. Ofmals im Plantschbecken sitzend. Eimer mit an Bord, um natürlich zurück spritzen zu können!

Alleine das „über die Straße gehen“ zu einem Restaurant gestaltet sich als schwieriges Unterfangen. Man darf dabei eigentlich gar nicht viel nachdenken. Die Restaurants, in denen man dann patschnass sitzt, sind darauf eingestellt. Man wird auch nicht doof angeschaut, man ist eben nass, weil Songkran ist!

14. April – Songkran 2. Tag

Am Morgen war es auf unserer Straße deutlich ruhiger. Die Leute und Kinder sind erst gegen spätem Nachmittag auf die Bürgersteige gekommen, um mit der Wasserspritzerei weiter zu machen.

Wir sind dann Abends raus, um uns um’s Eck in ein Restaurant zu setzen. Puuuh…. Ein ganz schöner Spießroutenlauf, da uns nur ein paar Meter weiter bereits die ersten mit Wassereimern erwartet haben. Hier sind wir noch relativ gut vorbei gekommen. Aber dann…! Eieiei! Drei Leute ein paar Meter weiter. Eimer in ihren Händen. Ihnen gegenüber einer mit Gartenschlauch. Ich habe mich mental schonmal von meinen trockenen Klamotten verabschiedet – Es ist schließlich Songkran. Der erste hat uns noch gefragt, ob er uns Wasser drüberschütten darf. Klar, ein bisschen Abkühlung schadet bei über 40 Grad ja nicht! Und während wir an Armen und Oberkörper begossen wurden, kam ein ganz hinterhältiger Kerl von hinten an und kippt mir einen ganzen Eimer Wasser direkt über den Kopf. Er hat natürlich triumphiert und ich war nass. Von oben bis unten. War ich böse? Nein, ganz und gar nicht. Ich war mittendrin und ich finde, das Songkran-Fest sollte man schon mal erlebt haben! Gut, dass es so warm hier ist!

Im Restaurant haben wir uns draußen einen Tisch gesucht, um weiter das ausgelassene Treiben mitverfolgen zu können. Und es war gigantisch! Manche Leute versuchen unbemerkt vorbei zu huschen (was nur selten gelingt), oder marschieren einfach total gelassen durch und lassen sich einen Eimer nach dem nächsten überkippen – Genial!

Auf unserem Heimweg (2 Minuten) sind wir auch so cool durch – wir waren ja schon nass – nur jetzt wollte uns keiner mehr abspritzen! Einmal nass ist man anscheinend kein nenns- und beachtenswertes Ziel mehr. Wartet nur, morgen will ich auch mitmischen!

15. April – Songkran 3. Tag

Eigentlich sollte das Songkran-Fest drei Tage dauern. Aber wer weiß, wie lange sich die letzten Ausläufer noch ziehen werden. Ob man auch morgen noch vereinzelt ein paar Wasserpantscher antrifft?

Vormittags war alles ganz normal. Kein Eimer, keine Spritzpistole. Gegen Nachmittag wurde das dann immer mehr. Waren es zu Beginn nur ein paar vereinzelte Leute mit Wasserpistolen, werden es jetzt immer mehr Menschen, die auch wieder ihre Wassertonnen mit Wasser befüllen, um daraus mit Eimern schöpfen zu können. Pickup-Autos, deren Ladefläche mit Plantschbecken und Personen voll ist, haben wir aber noch nicht gesehen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Von dem her sind wir auf jeden Fall gespannt, was uns heute Abend nochmal erwarten wird, wenn wir Essen gehen.

Mit dem Roller sind wir die Tage nicht gefahren. In unseren Augen zu gefährlich, da man sehr schnell den Lenker verreißt, wenn man von einem Wasserschwall getroffen wird. Und natürlich geht es anderen Rollerfahrern auch so. Wir beschränken uns daher auf’s zu Fuß gehen. Außerdem ist man dabei viel mehr mittendrin und kanns auch besser genießen. Und heute Abend. Ja, wir werden sehen. Ich will auch! Die Rache ist mein *dunkles-lachen-lach*

Update: 18. April

Leider war am letzten Tag des Songkran-Festes nicht mehr viel in unserer Straße los. Wir sind abends in ein Restaurant gegangen und haben nur zwei Leute gesehen, die noch ein bisschen Wasser rumgespritzt haben. Daher konnte ich mich leider nicht mehr so einbringen, wie ich es gerne wollte.

Wir haben die Tage über ein bisschen gefilmt und das will ich euch nicht vorenthalten:


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