Trauminsel Bali, Reisfelder wohin man fährt

Unsere abenteuerliche Reise zur kleinen Trauminsel Bali!

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Nach insgesamt vier Monaten in Thailand und drei Monaten in Vietnam war es an der Zeit für ein neues Land. Indonesien stand auf unserem Plan. Genauer gesagt die angebliche Trauminsel Bali.

So, jetzt ist es so weit: Letzten Freitag sind wir also nach einem halben Jahr auf Achse in Bali angekommen, nachdem wir einen ziemlich in Erinnerung bleibenden Abgang aus Koh Samui, Thailand, hingelegt hatten.

Er war jetzt kein Desaster, sondern einfach nur unerwartet stressig. Und da du dich jetzt sicherlich fragst warum, will ich dir hier auch gleich Rede und Antwort stehen. Rückblickend ist das nämlich jetzt schon ne tolle Geschichte, die ich sicherlich in 30 Jahren noch erzählen werde!

Einreise in Indonesien – Brauche ich ein Weiterflugticket?

Ganz klar: Ja!

Wir hatten keinen Weiterflug gebucht. Unser Plan war nämlich, uns am Flughafen Balis das Visa on Arrival für 35 US$ zu holen (30 Tage gültig) und dieses dann vor Ort nochmal um 30 Tage verlängern zu lassen. Quasi zwei Monate auf Bali bzw. in Indonesien zu bleiben.

Leider wurde uns bereits vor unserem Abflug aus Samui ein Strich durch die Rechnung gemacht, da man uns – wegen des fehlenden Weiterflugtickets – nicht bis nach Bali einchecken konnte, sondern nur bis nach Singapur, wo wir einen Zwischenstopp hatten.

Das Problem dabei: In Singapur hätten wir a) unser Gepäck abholen und dann b) komplett neu einchecken müssen, würden aber wieder – darauf wurden wir in Samui ausdrücklich hingewiesen – vor dem gleichen Problem stehen: Kein Weiterflugticket innerhalb der 30-Tage-Aufenthaltsdauer, auch wenn man sein Visum verlängern lassen möchte.

Für uns hieß das also: Kein Weiterflugticket, keine Einreise. Schöner Mist.

Diese Vorgaben stammen von den Airlines, da dich diese auf deren Kosten aus dem jeweiligen Land ausfliegen müssen, falls du nicht durch die Passkontrolle vor Ort kommst. Die sichern sich dadurch einfach ab.

Also mussten wir 30 Minuten vor Abflug aus Koh Samui noch schnell einen Flug buchen, der uns innerhalb dieser 30 Tage wieder aus Bali bzw. aus Indonesien raus bringt.

Da ist man nicht nur angenervt sondern kurzzeitig auch etwas überfordert und man sehnt sich nach der Wand, gegen die man seinen Kopf schlagen kann.

Zwar hatten wir keine Pläne, wohin es nach Bali gehen würde, aber die Spontanbuchung nach Irgendwo ging uns dann etwas zu schnell. Dennoch: Eine Lösung musste her!

Also Laptop rausgerissen, WLAN aktiviert (gut, dass wir noch eine thailändische SIM-Karte mit Datenvolumen hatten…), kurz zu dritt beraten, da unser Freund wieder mit von der Partie ist, ein paar Angebote bei AirAsia gecheckt und uns dann spontan für Singapur entschieden.

Der Dame am Schalter dann unser Weiterflugticket vor die Nase gehalten, damit sie uns und unser Gepäck endlich komplett nach Bali einchecken kann und dann auf in die Wartehallte unseres Abfluggates.

Flughafendurchsage: Bitte kommen Sie zum Schalter.

Kaum bei der Gepäckkontrolle angekommen wartete die nächste Überraschung auf mich. Ich wurde ausgerufen! Zum aller ersten mal hörte ich meinen Namen in einer Flughafendurchsage. Mein erster Gedanke: „Oh weh! Der finale Aufruf – wir haben so viel Zeit vertrödelt mit dem buchen des Flugs, dass wir jetzt kurz davor sind, unseren Abflug zu versäumen!“

Also bin ich hin zum Schalter und habe da bereits die kleine Frage im Unterbewusstsein bemerkt, warum sie nur mich und nicht auch meinen Mann und unseren Freund ausgerufen haben.

Der Grund: Es gab ein Problem mit meinem Check-in Gepäck.

Ich wurde also mit ein paar anderen Passagieren, bei denen es auch Gepäckprobleme gab, per motorisiertem Gefährt zur Gepäckabfertigungshalle gefahren. Dort angekommen, musste ich meinen Rucksack auswählen und das Objekt der Begierde für die Beamten entfernen – ein Feuerzeug. Ha!

Kurz perplex stand ich da und fragte mich, warum zum Henker ich ein Feuerzeug aus dem Check-in Gepäck nehmen muss. Mir war lediglich bekannt, dass ich ein solches ggf. nicht im Handgepäck transportieren darf, aber im Check-in Gepäck?!

Um mich herum wurde viel auf Thai diskutiert, mein Rucksack fuhr nach der erfolgreichen Entfernung des Feuerzeugs und meiner mehrmaligen Bestätigung, dass ich nur dieses eine Feuerzeug hatte, noch weitere fünf mal durch den Scan und dann wurde ich mit vielen Entschuldigungen für die Unannehmlichkeiten wieder in die Wartehalle gefahren.

Konnte es noch chaotischer werden? Ja, das konnte es!

Aber zuerst einmal ging es dann sehr entspannt über Singapur weiter nach Bali.

Willkommen auf Bali!

Pünktlich um 19 Uhr Ortszeit sind wir dann gelandet. Yeah! Bali, wir sind da und wir sind gespannt, was du uns zu bieten hast!

Von keinem anderen Ort haben wir so viele unterschiedliche Meinungen gehört, als über Bali. Entweder die Leute waren restlos begeistert oder restlos enttäuscht.

Was also stand uns bevor?

Bevor wir uns ein Bild machen konnten, mussten wir noch ewig auf unser Gepäck warten. Als mein Rucksack schließlich vor mir stand war ich überrascht, dass ihn jemand mit einem roten Kabelbinder aufgehübscht hatte. Hm. Was das wohl zu bedeuten hatte?

Einen weiteren Securityscan später und mit dem roten Kabelbinder prominent platziert, wurde ich also ein zweites Mal herausgezogen und gebeten, meinen Rucksack zu öffnen. Die Dame hatte es auf was spezielles abgesehen und sie fragte mich, ob ich Waschpulver dabei hätte. Auf meine Bestätigung hin musste ich ihr das Päckchen zeigen.

Es wurde genauestens inspiziert, dran gerochen, geschüttelt und mir kam es vor, als hätte sie am liebsten auch noch einen Finger eingetaucht und dran geleckt, um wirklich auf Nummer Sicher zu gehen, dass es sich um Waschpulver handelt.

Als sie dann auch noch meinen sechserpack Klopapier gesehen hat, der uns auf Samui einfach übrig geblieben war und wir ihn für unsere neue Unterkunft mitgenommen haben, wurde sie stutzig.

Anscheinend passte ich nicht in das Bild der Normalo-Urlauberin und ich musste ihr erklären, dass wir immer länger an einem Ort bleiben und uns dort auch selbst versorgen und Wäsche waschen.

Nach einem weiteren kritischen Blick auf meine verpackten Turnschuhe und einem letzten Blick ins Waschpulver war ich entlassen.

Freitag, der 27. Mai war für mich anscheinend kein gutes Datum, um zu reisen.

Trauminsel Bali, Reisfelder wohin man fährt
… irgendwo auf Bali.

Homestay in Canggu.

Nachdem uns ein Angestellter unseres gebuchten Hostels vom Flughafen abgeholt hat, fuhren wir eine Stunde lang zu unserem Hostel. Von Denpasar aus ging es über Kuta und Seminyak nach Canggu.

Bali bei Nacht kam mir irgendwie sehr bekannt vor. Es erinnerte mich einfach an Koh Samui. Relativ viel Verkehr, ein bisschen Müll hier, ein kleiner Straßenimbis dort, usw. Ich fühlte mich, als wäre ich schonmal hier gewesen, was mir ein Gefühl der Zufriedenheit gab.

Im Hostel angekommen wurden wir erst einmal herzlich begrüßt. Wie schon unserer Fahrer war auch die Hostelbesitzerin sehr sympathisch, nett und freundlich.

Da das Hostel kurz vor unserer Buchung zwei unangemeldete Gäste aufgenommen hat, mussten mein Mann und ich uns für eine Nacht eines der Hostelbetten teilen. An und für sich kein Problem wenn die Matratze nicht so durchgelegen gewesen wäre, dass wir uns immer in der Mitte des Bettes getroffen haben.

Es war zwar unbequem, aber schön warm, da die auf Vollgas laufende Klimaanlage für sibirische Temperaturen im 6-Bett-Schlafsaal gesorgt hat.

Kleine Anmerkung: Ich glaube, ich werde zu einem Weichei. Sobald es ein paar Grad kühler wird (egal ob durch die Klimaanlage, ein Kühlregal im Supermarkt oder wettertechnisch) fange ich an zu frieren. Diese stets schwül-heißen Temperaturen lassen einem aber auch keine Wahl! (Sowas nennt man wohl jammern auf hohem Niveau…)

Unterkunft auf Bali suchen.

Den ersten Tag auf Bali haben wir gleich dazu genutzt, uns auf die Suche nach einer Unterkunft zu machen.

Und das ist schwieriger als gedacht! Warum? Weil um jedes Grundstück eine hohe Mauer oder ein Zaun gezogen ist und man von außen so gut wie nicht erkennt, ob das jetzt privat ist oder nicht.

Hinzu kommt die fehlende Beschriftung. Während man auf der Straße noch ein Schild mit „Villa Kunterbunt – Rooms for rent“ findet, sucht man dann in der Seitenstraße vergeblich danach. Hier fehlt dann meistens jede weitere Beschriftung. Es war also ein ziemlich schwieriges Unterfangen und am Ende des Tages auch etwas deprimierend, als wir eigentlich ohne jegliche Auswahl wieder im Hostel angekommen sind.

Alles was wir hatten und aus Mangel an Alternativen in engerer Auswahl stand, war eine kleine 5-Doppelzimmer-Anlage mit Pool (ohne Küche, ohne Kühlschrank) und ein Hotel-Inserat aus dem Internet. Das hatten wir uns irgendwie anders vorgestellt…

Glücklicherweise ist unser Freund am gleichen Abend noch mit einem französischen Barbesitzer ins Gespräch gekommen, der uns dann einen tollen Tipp gegeben hat, wo er auch selber wohnt.

Also ging es am nächsten Morgen gleich dort hin. Zwei Doppelzimmer waren noch zu haben. Es ist ein Pool mit dabei. Zwei Küchen, die man mitbenutzen kann und sogar ein Reinigungsdienst.

Und während ich diese Zeilen hier schreibe, sitze ich unter einem Baum im wunderschönen Garten (mit Rasen!! – wie lange hatte ich schon kein Gras mehr zwischen den Zehen?!), blicke auf den Pool unter mir und sehe knapp dahinter noch ein kleines Reisfeld hervorblitzen.

Bali hat mich an der Angel.

Wir sind jetzt gute zwei Tage auf Bali. Viel gesehen haben wir noch nicht, aber einen ersten Eindruck der Insel konnten wir uns schon verschaffen.

Was auffällt, sind die saftig grünen Reisfelder. Freundliche Menschen, die einem gerne weiterhelfen. Fremde Kinder lachen und winken einem entgegen. Es gibt schwarze und weiße Sandstrände. Die Natur ist wunderschön. Vor allem, wenn die Sonne hinter einem Reisfeld unter geht.

Wieder einmal bin ich sprachlos. Die Möglichkeiten und das Leben, das wir gerade führen, bringt mich zwar immer wieder mal an meine Grenzen (Organisation, Sprachbarrieren, Wohnungssuche, …), aber es gibt mir auch persönlich so viel zurück.

Die Freiheit, die Ungezwungenheit, die Kontakte, Eindrücke und Erfahrungen.

Ich würde sie nie mehr missen wollen.

Man lernt immer wieder über seine Grenzen zu springen, seine Komfortzone zu verlassen. Weil man einfach MUSS. Das kann anstrengend sein, aber wenn man sich getraut hat, ist man stolz auf sich und es beschert einem ein unglaubliches Gefühl von Zufriedenheit und Glück.

Aber natürlich gibt es auch auf der Trauminsel Bali nicht nur schöne Dinge. Da wäre zum Beispiel der viele Verkehr, der vor allem in den touristischen Gegenden enorm ist. Oder der Müll, der auch hier überall rumliegt. Doch auf welcher touristischen asiatischen Insel findet man keinen (bzw. wenig) Verkehr oder keinen Müll? Daher sind wir davon auch nicht sonderlich überrascht oder entgeistert.

Wir fühlen uns hier wohl und die Insel hat mich nach so kurzer Zeit irgendwie schon an der Angel.

Während ich darüber nachdenke, finde ich es sehr schade, dass das mit unserem zweimonatigen Visum nicht so wie geplant geklappt hat. Aber wer weiß, für was das letzten Endes gut war und welche Tür sich stattdessen auftut!

Bali, ich freu mich auf die nächsten vier Wochen mit dir!

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Reisen ist die Sehnsucht nach dem Leben hat schon Kurt Tucholsky gesagt. Da kann ich ihm nur zustimmen!

Ach ja, ich bin übrigens Melanie. Weltreisende seit Ende 2015, heimlicher Tuk Tuk-Fan , Kaffeeliebhaberin aus Überzeugung und Niederbayerin im Herzen. Ich habe Ende 2015 meine Leidenschaft für das Schreiben und Reisen zum Beruf gemacht und freue mich, dich auf Rucksack rauf und weg dabei zu haben!

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Kommentare

  1. MoinMoin Meli,
    ich zitiere mal Mrs. Globetrotterin, die die eigene Heimat nicht kennt. „Doch auf welcher touristischen Insel findet man keinen (bzw. wenig) Verkehr oder keinen Müll?“

    Wie wäre es, z. B. mit der nordfriesischen Inselkette? Wangerooge, Spiekeroog und nicht zu vergessen, unsere Hochsee-Insel Helgoland. 😛

    Und die Sonnenuntergänge am Wattenmeer gibts ganz ohne Blick über Grundstücksmauern. Höchstens ein Deich steht mal im Weg. 😉

    1. Lieber Duke,
      vielen Dank für deinen Hinweis zu unverschmutzten Inseln in unserer Heimat. Leider war ich noch nie in Richtung Nordfriesland unterwegs und sollte das vielleicht wirklich mal nachholen! Du kannst mir/uns da dann sicherlich einige Tipps geben 🙂
      In Asien ist das mit dem Müll auf jeden Fall ein großes Problem (das ergänze ich noch im Text, damit es klarer wird). Auch deswegen, weil es da anders als in Deutschland keine Auflagen und Gesetze gibt. Eine Müllabfuhr sucht man meist leider vergeblich.

      Lieben Gruß
      Melanie